
Vor 10 Jahren rief Florian Silbereisen erstmals den großen „Schlagerbooom“ aus – und hievte den deutschen Schlager damit in eine neue, aufgepeppte Ära. Aus den einst beschaulichen und angestaubten „Festen der Volksmusik“ wurden aufwendige Party-Events aus den größten Hallen Deutschlands. Gäste wie Helene Fischer und Vanessa Mai sorgten ihrerseits mit modernen Sounds und Performances dafür, dass auch immer mehr junge Fans einschalteten – zweistellige Marktanteile sind in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen inzwischen keine Seltenheit mehr. Am kommenden Samstag, den 17. Oktober, feiert Florian Silbereisen das zehnjährige Jubiläum des größten Schlager-Spektakels des Jahres – und rollt den Roten Teppich für das Who’s Who der Szene aus.
Ab 20:15 Uhr steigt der „Schlagerbooom 2026 – Alles funkelt! Alles glitzert!“ vor rund 20.000 Fans in der Dortmunder Westfalenhalle. Das Erste und ORF 2 übertragen die mehr als dreistündige Show live, bei der sich die absoluten Topstars die Klinke in die Hand geben. Mit Helene Fischer und Andrea Berg sind die zwei erfolgreichsten Schlagersängerinnen überhaupt dabei. Nicht fehlen dürfen darüber hinaus die Veteranen Roland Kaiser und Howard Carpendale. Stets für besondere Momente sorgt auch Maite Kelly, die seit über zehn Jahren eine feste Größe in der Schlagerwelt ist. Kürzlich erschien das Duett „Ich weiß, was du brauchst“ mit Kerstin Ott, die ebenfalls beim „Schlagerbooom“ zu Gast ist.
Nach seinem überraschenden Auftritt beim letztjährigen „Schlagerbooom Open Air“ gibt sich außerdem Poptitan Dieter Bohlen einmal mehr die Ehre. Aus Österreich sind zudem Volks-Rock’n’Roller Andreas Gabalier und Partygarant DJ Ötzi mit am Start, während Santiano ihren charakteristischen norddeutschen Shanty-Rock beisteuern. Fest zum Inventar der Silbereisen-Shows gehört seit seinem Comeback Der Graf mit Unheilig – so auch beim „Schlagerbooom 2026“.
Ein überraschender Name auf der Gästeliste ist hingegen Blümchen alias Jasmin Wagner, die zum ersten Mal überhaupt in einer Silbereisen-Show dabei ist. Im Gepäck hat sie ihren brandneuen Song „90s Icon“ – passend zu ihrer eigenen Karriere, die Mitte der 1990er Jahre als damals 15-Jährige begann. Ein humorvoller Auftritt ist darüber hinaus von Cindy aus Marzahn zu erwarten – die Komikerin ist ebenfalls im Line-Up der Show.
UPDATE (16. Oktober): Inzwischen stehen noch einige weitere Gäste fest, die ebenfalls beim „Schlagerbooom 2026“ mit am Start sind: So wird es ein Wiedersehen mit Veteran Nino de Angelo, Schlager-Rocker Ben Zucker und Partyschlager-Sängerin Anna-Maria Zimmermann geben. Die Köln/Bonner Band Druckluft („Karnevalsmaus“) gibt sich ebenso die Ehre wie die Mountain Crew aus Österreich. Das DJ-Duo Stereoact legt zudem zusammen mit Cora deren Evergreen „Amsterdam“ neu auf. Zur großen Freude aller Silbereisen-Fans steht nun außerdem fest, dass es auch in diesem Jahr wieder den „Silvester-Schlagerbooom“ geben wird (fernsehserien.de berichtete).
Die ARD-Showreihe begann 1994 als „Die Feste der Volksmusik“. In Winter-, Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsfesten präsentierte damals noch Carmen Nebel Stars der volkstümlichen Musik. Die Zuschauer lernten dabei die jahreszeitlichen Feste und das Brauchtum deutscher Landschaften kennen. Mit all dem hat das heutige „Schlagerbooom“-Format nichts mehr zu tun. Florian Silbereisen übernahm die Showreihe im Jahr 2004. Stand zunächst noch die volkstümliche Musik im Vordergrund, wurde der Schwerpunkt nach und nach nicht zuletzt dank der Popularität von Künstlern wie Helene Fischer und Andrea Berg deutlich auf den deutschen Schlager gelegt. Im Zuge dessen wurde die Sendung behutsam modernisiert und dadurch auch für ein jüngeres Publikum attraktiv.
Seit ein paar Jahren gibt es neben dem Original-„Schlagerbooom“ in Dortmund auch das „Schlagerbooom Open Air“ in Kitzbühel. Darüber hinaus feierte Silbereisen in den vergangenen zwei Jahren mit dem „Silvester-Schlagerbooom“ in München ins neue Jahr. Das einzige Überbleibsel aus vergangenen Zeiten ist das „Adventsfest der 100.000 Lichter“, das seit 2004 traditionell am Samstag vor dem ersten Advent stattfindet.
ARDDas ErsteShowORFSchlagerMusikshowMusikAus DeutschlandmeldenKazuyaSan (geb. 1985) am 18.10.2026 22:29
leute zahlen geld dafür und es wird nur playback gesungen und den leuten is das egal. In anderen ländern wird zu 100 prozent live gesungen und hier.... zahlst du um die 100 euro für so eine show und es wird playback gesungen -.-meldenImpala_1967 am 17.10.2026 16:00
Ich würde mich vielmehr über ZDF-Kultnacht-Folgen freuen. In den 70ern, 80ern und 90ern, das war noch echter deutscher Schlager, aber doch nicht das, was uns heute als Schlager angepriesen wird. Alles hört sich gleich an oder hat überhaupt nichts mit Schlager zu tun wie z.B. Unheilig oder Santiago. Als Helene Fischer angefangen hatte, sang sie auch Schlager, doch dann stieg sie auch um. Was singt Roland Kaiser heutzutage? Das kann man doch gar nicht mit "7 Fässer Wein" etc. vergleichen. Sorry, der Schlager von heute ist kein Schlager. Ich kann damit nix anfangen. Bata Ilic, Flippers, Costa Cordalis, Katja Ebstein, Roberto Blanco, Tony Marshall, Claudia Jung, Dschinghis Khan, Andy Borg... das ist Schlager!!!meldenJohannes Braun am 13.10.2026 10:14
Egal wie man zu Silbereisen steht: In seine Shows gehen wirklich die Hochkaräter aus der Schlagerwelt. Und der Erfolg gibt ihm Recht.meldenTom_Dolittle am 16.10.2026 21:47
Man kann Schlager lieben oder nicht. Ist auch nicht das Problem. Bis auf 3-5 Lieder mag ich das Genre absolut nicht. Das Problem ist das für Schlager jedes Jahr Millionen raus geballert werden bei ARD/ZDF für Shows die mind. 80% der Einheimischen Beitragszahler hier nicht schauen wollen. Bitte nicht mit Einschaltquoten kommen,das wird an max 5000 Leuten gemessen die daran teilnehmen.meldenSAMMALONE (geb. 1980) am 17.10.2026 10:21
Es wird ein Querschnitt der Gesellschaft genommen bei den Messungen.
Wenn zweistellige Prozente bei der sogenannten Werbezielgruppe zuschauen dann ist das nicht unerheblich.
Das sind teilweise Quoten die der Tatort holt, die der Fußball holt…
Was wäre denn in ihren Augen eine Berechtigung für diese Sendungen? Das was ihren Geschmack trifft aber anscheinend nicht den der gemessenen Gruppen?
meldenKiks (geb. 1950) am 13.10.2026 02:53
Unerträglich wie alles. Was mit Silbereisen zu tun hat.