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TV-Tipp: Der bildgewaltige Auftakt zur umjubeltsten Fantasy-Abenteuer-Trilogie der Kinogeschichte

Von Sidney Schering

Ein heilsames Verständnis von Kameradschaft, erstaunliche Landschaften und eine durchdachte Fantasiewelt, in der man sich verlieren kann: Die magnetische Anziehungskraft, die von Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Trilogie ausgeht, ist intuitiv verständlich – und sie potenziert sich im letzten Drittel Jahres, wenn besonders viel Melancholie in der sich abkühlenden Luft liegt.

Wenn ihr ebenfalls (wieder) andächtig bestaunen möchtet, wie sich die Gefährten aufraffen, Vertrauen zueinander gewinnen und erkennen, welche Ausmaße ihre schicksalsträchtige Mission hat, ist heute eine willkommene Gelegenheit dazu: VOX zeigt heute, am 1. Oktober 2025, ab 20.15 Uhr „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“. Alternativ könnt ihr euch den Auftakt zur spektakulären Fantasy-Trilogie bei Amazon Prime Video als VOD beschaffen:

Gut zu wissen: Auch die Special Extended Edition* steht als VOD zum Leihen und Kaufen zur Verfügung. Wenn die Kinofassung ausreicht, werdet ihr wiederum sowohl bei Netflix als auch bei Disney+* im Abo fündig.

"Der Herr der Ringe: Die Gefährten" – Ein Auftakt, sie in den Bann zu ziehen!

Der Hobbit Frodo (Elijah Wood) bekommt von seinem 111 Jahre alten Onkel Bilbo Beutlin (Ian Holm) einen magischen Ring geschenkt. Der mit den Hobbits befreundete, weise Zauberer Gandalf (Ian McKellen) weiß, dass es sich dabei um den Einen Ring handelt, dessen verführerische Macht eine Gefahr für ganz Mittelerde ist. Daher muss er in das Schreckensreich Mordor gebracht und vernichtet werden, damit der unheimliche Sauron nicht an ihn gelangt.

Für diese riskante Mission versammelt sich eine illustre Runde rund um Gandalf und Frodo. Neben den Hobbits Samweis (Sean Astin), Pippin (Billy Boyd) und Merry (Dominic Monaghan) schließen sich die Menschenkrieger Aragorn (Viggo Mortensen) und Boromir (Sean Bean), der Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) und der Elb Legolas (Orlando Bloom) der epochalen Quest an...

Regisseur/Autor Peter Jackson und die Drehbuchautorinnen Fran Walsh und Philippa Boyens meistern in „Die Gefährten“ eine Aufgabe, an der sich zahlreiche Filmschaffende verhoben haben: Ihnen gelang es, beim Auftakt eines auf mehrere Filme angelegten Unterfangens weder auf Anhieb sämtliches Pulver zu verschießen, noch derart mit Feuerwerk zu knausern, dass dem Publikum die Lust vergeht, auf das „Später“ zu warten.

„Der Herr der Ringe: Die Gefährten“ ist ein fast drei Stunden (oder in der Extended Edition: über drei Stunden) langer Auftakt. Doch schon hier wachsen die zentralen Figuren zu mehrdimensionalen Persönlichkeiten heran, deren allmählich entstehende Kameradschaft das Herz berührt. Und die ganz großen, entscheidenden Schlachten mögen noch folgen, doch bereits „Die Gefährten“ ist ein aufregendes, gewaltiges Fantasy-Abenteuer voller erstaunlicher Schauwerte.

Durch Gemütlichkeit zur emotionalen Fallhöhe gelangt

Die Bedeutsamkeit und Gefährlichkeit dieser Quest wird uns zu Beginn erklärt. Es entstehen aber Spannung, Dramatik und Tragik daraus, dass wir im Detail miterleben, wie all dies den Gefährten dämmert. Und so spektakulär die Actionpassagen sein mögen: Jackson verleiht ihnen eine schmerzhafte, bedauerliche Beinote. Nach dem nicht bloß gemächlichen, sondern zudem heimelig-gemütlichen Auftakt in Hobbingen ist all das bedrohlich-gefährliche Gemetzel tragisch.

Das äußert sich in Teil zwei und drei noch deutlicher – was essentiell ist, um Tolkiens Vorlage gerecht zu werden. Doch es ist beeindruckend, dass Jackson dies von Beginn an sowohl beachtet als auch effektiv umsetzt – zu verführerisch muss es gewesen sein, eine Trilogie lieber „unkompliziert“ zu beginnen und die Emotionen voller Widerhaken vor sich herzuschieben.