
Gestern Abend meldete sich „Wer stiehlt mir die Show?“ mit der mittlerweile zwölften Staffel zurück – und ProSieben darf sich über starke Quoten am umkämpften Sonntagabend freuen. Insgesamt sahen durchschnittlich 1,04 Millionen Menschen bei 5,4 Prozent zu. Insbesondere in der jungen Zielgruppe ist die Show von und mit Joko Winterscheidt nach wie vor eine sichere Bank: 640.000 14- bis 49-Jährige sorgten für weit überdurchschnittliche 16,5 Prozent Marktanteil, womit man sich lediglich der 20-Uhr–„Tagesschau“ im Ersten geschlagen geben musste.
Die ARD-Hauptnachrichten waren mit 6,90 Millionen Zuschauern bei 28,1 Prozent die meistgesehene Sendung an Allerheiligen. 1,04 Millionen 14- bis 49-Jährige trieben den Marktanteil auch in der Zielgruppe auf starke 23,4 Prozent. Der anschließende neue Fall „Sie haben Namen“ aus der Krimireihe „Polizeiruf 110“ hielt 6,84 Millionen Zuschauer bei 27,2 Prozent insgesamt sowie 14,8 Prozent des jungen Publikums. Deutlich schwerer taten sich danach die ersten beiden Folgen der Miniserie „Breitscheidplatz 19/12“. Die Reichweite fiel um 21:45 Uhr auf enttäuschende 1,82 Millionen Zuschauer, der Marktanteil auf 9,4 Prozent. Die zweite Folge konnte um 22:35 Uhr dann gar nur noch 1,17 Millionen Zuschauer bei 8,5 Prozent halten. In der jungen Zielgruppe rasselte der Marktanteil gar auf 4,2 bzw. 3,8 Prozent herab.
Besser lief es für das ZDF: Eine neue Folge von „Dr. Nice“ zog 4,05 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 16,1 Prozent an – dies entsprach sogar einem neuen Staffelrekord. Mit einer Reichweite von 446.000 und einem Marktanteil von 8,9 Prozent war die Serie auch bei den 14- bis 49-Jährigen gefragt. Das „heute journal“ hielt mit 4,04 Millionen Zuschauern anschließend nahezu die gesamte Reichweite, doch mit Beginn der britischen Krimiserie „Under Salt Marsh“ um 22:20 Uhr sanken auch im ZDF die Quoten rapide. 1,51 Millionen Zuschauer blieben übrig, die letzte Folge kam im Anschluss nur noch auf 1,03 Millionen. Mit 10,2 Prozent wurde knapp noch ein zweistelliger Marktanteil eingefahren – nicht allerdings in der jungen Zielgruppe, wo nur äußerst schwache 2,6 und 2,2 Prozent generiert wurden.
RTL versuchte sein Glück am Sonntagabend wieder mit „NFL Live“, hatte damit jedoch zur Primetime erneut große Probleme. Die Partie „Baltimore Ravens at Buffalo Bills“ begann um 19 Uhr vor 390.000 Zuschauern. Das zweite Viertel konnte sich anschließend auf leicht bessere 560.000 Zuschauer steigern. Der Marktanteil lag bei nur 2,3 Prozent des Gesamtpublikums. In der jungen Zielgruppe wurden unterdurchschnittliche Werte zwischen 6,2 und 7,3 Prozent eingesammelt. Nicht mit Ruhm bekleckert hat sich auch Sat.1, wo der Film „Tod auf dem Nil“ zwar immerhin von 1,01 Millionen Menschen gesehen wurde, aber in die Zielgruppe nur auf 4,8 Prozent kam.
RTL Zwei setzte am Tag nach Halloween auf die geballte Ladung „X-Factor: Das Unfassbare“ mit einer neu produzierten Folge in Erstausstrahlung zur Primetime als Höhepunkt: Diese sahen insgesamt 550.000 Zuschauer und mit 5,5 Prozent lag die Serie bei den 14- bis 49-Jährigen über dem Senderschnitt. Zudem landete der Grünwalder Sender vor der Konkurrenz aus Köln: VOX strahlte eine neue Folge von „Mälzer und Vogel liefern ab!“ aus, musste sich jedoch mit 520.000 Zuschauern und 4,7 Prozent in der Zielgruppe begnügen. Zu Ehren des verstorbenen Patrick Stewart zeigte Kabel Eins am Sonntagabend kurzfristig den Film „Star Trek: Nemesis“, der von 630.000 Zuschauern gesehen wurde, aber in der jungen Zielgruppe bei nur 2,8 Prozent Marktanteil hängen blieb.
Aus gegebenem Anlass noch ein Blick auf den Vorabend von Super RTL: Dort läutete der Sender nämlich die Vorweihnachtszeit mit der Ausstrahlung der zum Kult gewordenen Serie „Weihnachtsmann & Co. KG“ ein – und ganz offensichtlich haben viele schon darauf hingefiebert. Denn die ersten beiden ab 18:30 Uhr gezeigten Folgen der Zeichentrickserie holten Reichweiten von 400.000 und 490.000 Zuschauern. In der jungen Zielgruppe steigerte sich der Marktanteil von bereits überdurchschnittlichen 7,1 Prozent zur zweiten Folge auf phänomenale 9,6 Prozent.
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