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Jack Nicholson hielt das Ende von "Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs" nicht aus und verließ das Kino: "Ich bin zum Auto gegangen und habe auf die Kinder gewartet"

Man kann sich das heute kaum noch richtig vorstellen, aber vor rund 25 Jahren galt Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie als gewaltiges Risiko – schließlich bekam hier ein vornehmlich für Low-Budget-Splatterfilme (unter anderem „Braindead“) bekannter Regisseur ein gigantisches Budget in die Hand, um ein bis dato als unverfilmbar geltendes Fantasy-Epos auf die Leinwand zu bringen.

Doch bekanntlich haben sich der Mut und der beispiellose Aufwand – alle Teile wurden direkt hintereinander in einem Zeitraum von über 400 Tagen gedreht – mehr als ausgezahlt: Die drei „Herr der Ringe“-Filme spülten zusammen fast drei Milliarden US-Dollar in die weltweiten Kinokassen, räumten insgesamt 17 Oscars ab und gelten als nahezu unantastbare Meisterwerke. Selbst Menschen, die sonst keine besonders große Affinität für das Fantasy-Genre haben, konnten sich in der bildgewaltigen, beispiellos detailreich ausgestalteten Welt von Mittelerde verlieren.

Jack Nicholson fand "Die Rückkehr des Königs" viel zu lang!

Obwohl er für die FILMSTARTS-Community sogar der beste Film aller Zeiten ist, gibt es an „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“, dem Abschluss der Saga, aber einen verbreiteten Kritikpunkt: das enorme Ausmaß des Epilogs! Nach dem Sieg über Sauron nimmt sich das mehr als dreistündige, in der Extended Version sogar 263 (!) Minuten umfassende Finale eine Menge Zeit, um das Schicksal sämtlicher Gefährten in gleich mehreren aufeinanderfolgenden Abschiedsszenen in Ruhe abzuschließen. Was viele Fans angesichts des emotionalen Gewichts der Geschichte hochverdient fanden, fühlte sich für andere nach ein paar Enden zu viel an. So erging es auch einem ziemlich prominenten Zuschauer – Jack Nicholson!

Das hat Frodo-Darsteller Elijah Wood im Rahmen eines Auftritts in der „Graham Norton Show“ enthüllt. So sei er bei der Golden-Globe-Verleihung 2004 auf die heute 89-jährige Schauspiel-Legende getroffen, die ihn prompt in ein Gespräch verwickelt habe: „Jack fing an, über ‚Herr der Ringe‘ zu reden. Er sagte: ‚Mensch, der Film ist so lang. Was ist denn am Ende mit dir passiert?‘“

Wood war erstaunt von dieser Frage und hakte nach: „Moment mal, du hast das Ende des Films gar nicht gesehen?“ Und Nicholson entgegnete ihm: „Nein, ich bin zum Auto gegangen und habe dort auf die Kinder gewartet. Das Ende war einfach zu lang.“

J. R. R. Tolkien, der Autor der Romanvorlagen, verstarb bereits 1973 und konnte somit nicht mehr erleben, wie seine Schöpfung Millionen von Menschen im Kino begeisterte. Aufgrund der großen Werktreue Jacksons ist aber davon auszugehen, dass der Schriftsteller an der filmischen Umsetzung durchaus Gefallen gefunden hätte. Das galt allerdings ganz und gar nicht für den ersten Versuch, die Geschichte fürs Kino zu adaptieren, wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.