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Quoten: Silbereisens „Schlagerbooom“-Jubiläum und „Harry Potter“ schlagen „Promi Big Brother“ und „The Voice of Germany“ bei Jung und Alt

Florian Silbereisen präsentierte zum 10. Mal den „Schlagerbooom“ aus Dortmund – Bild: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann
Florian Silbereisen präsentierte zum 10. Mal den „Schlagerbooom“ aus DortmundBild: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann

Gestern Abend stieg im Ersten der große Jubiläums–„Schlagerbooom 2026“ zum 10-jährigen Bestehen der aufwendigen Musikshow aus der Dortmunder Westfalenhalle. Moderator Florian Silbereisen feierte live ab 20:15 Uhr mit Helene Fischer, Andrea Berg, Roland Kaiser und zahlreichen weiteren Schlagerstars – und viele Menschen feierten vor dem Fernseher mit: 3,87 Millionen Zuschauer bescherten der ARD starke 20,2 Prozent – der beste Marktanteil seit drei Jahren. Auch beim jungen Publikum spielte die mehr als dreistündige Schlagerparty vorne mit: 380.000 14- bis 49-Jährige sorgten in der Zielgruppe für sehr gute 11,0 Prozent.

Der „Schlagerbooom 2026“ übertrumpfte damit bei Jung und Alt die private Show-Konkurrenz: „Promi Big Brother“ kam in Sat.1 auf genau eine Million Zuschauer sowie insgesamt 4,9 Prozent Marktanteil. Davon waren 350.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt, die in der Zielgruppe überdurchschnittliche 10,0 Prozent einfuhren. Die anschließende „Late Night Show“ kam noch auf 720.000 Gesamtzuschauer sowie 9,3 Prozent der Werberelevanten. Schwächere Zahlen erzielte Schwestersender ProSieben, wo die aktuelle Staffel von „The Voice of Germany“ in der Battle-Phase ging. Nur 7,3 Prozent der jungen Zielgruppe wurden erreicht. Insgesamt schalteten 990.000 Zuschauer ein, davon 260.000 14- bis 49-Jährige.

Als lachender Dritter tat sich Konkurrent RTL hervor, der nun genau das macht, was jahrelang Sat.1 praktizierte: Am Samstagabend schickte der Kölner Sender „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ ins Rennen – und konnte von dem Dauerbrenner so richtig profitieren. Mit 11,5 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe stach der Film aus dem Jahr 2002 die Shows von Sat.1 und ProSieben aus und lag sogar leicht vor dem „Schlagerbooom“. Die Gesamtreichweite lag bei 1,02 Millionen Zuschauern.

Der haushohe Tagessieg ging allerdings an das ZDF, wo eine neue Folge des Samstagskrimis „Friesland“ zu sehen war. Der 90-Minüter „Der letzte Häuptling“ wurde von 5,72 Millionen Zuschauern gesehen, die für überragende 26,3 Prozent Gesamtmarktanteil sorgten. 330.000 14- bis 49-Jährige reichten in der jungen Zielgruppe für überdurchschnittliche 9,1 Prozent. Zweitmeistgesehene Sendung des Tages war die 20-Uhr–„Tagesschau“ im Ersten, in der sich 4,97 Millionen Menschen bei 24,8 Prozent über die Nachrichtenlage informierten. Das „heute-journal“ im ZDF sahen um 21:45 Uhr 3,10 Millionen Zuschauer bei 15,5 Prozent. Für eine Wiederholung von „Der Staatsanwalt“ blieben um 22 Uhr noch 2,21 Millionen bei 12,4 Prozent dran – zu dieser späteren Uhrzeit hatte Silbereisens „Schlagerbooom“ also deutlich die Nase vorn.

Wenig zu holen gab es für die Privatsender der zweiten Reihe: Für das Drama „Blind Side – Die große Chance“ bei VOX entschieden sich 540.000 Zuschauer, in der jungen Zielgruppe kamen immerhin 6,0 Prozent zustande. Weniger Glück hatte RTL Zwei, wo der Katastrophenfilm „Twister“ aus dem Jahr 1996 bei nur 380.000 Zuschauern sowie 2,8 Prozent der 14- bis 49-Jährigen hängen blieb. Auf ähnlich schwachem Niveau war Kabel Eins unterwegs, wo Free-TV-Premieren der US-Crime-Serie „9-1-1 Notruf L.A.“ bei 2,9 und 2,4 Prozent verharrten. Insgesamt waren zwischen 460.000 und 480.000 Zuschauer dabei.

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QuotenShowSchlagerMusikshowMusik
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  • meldenMoniMausi am 19.10.2026 10:16

    Man darf aber auch nicht vergessen, das man Dank Joyn+ JEDE Folge von The Voice bereits eine Woche vor TV Ausstrahlung und ohne Stundenlanger Werbung schauen kann. Vielleicht sollte man bei Joyn dann mal anfragen, wie viele, die ganze WOche dort geschaut haben.
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    • meldenTalisman05 am 18.10.2026 13:17 via tvforen.de

      Seit einigen Jahren frage ich mich, wieso man Florian Silbereisens Sendungen immer wieder "hervorragende" Einschaltquoten und Marktanteile attestiert. Es wird in den Medienportalen regelrecht so getan, als würde er immer noch 7 bis 8 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme locken und nicht selten wird in der Berichterstattung so getan, als hätte Florian Silbereisen die gepflegte Abendunterhaltung revolutioniert und überhaupt erst erfunden. Und dann steht im Artikel, dass sich insgesamt 3,87 Mio. Zuschauer das Spektakel angetan haben. Ja wow. Mir ist natürlich klar, dass sich die Sehgewohnheiten dank Streaming deutlich verändert haben. Aber sollte man sich da mal nicht die Frage stellen, warum immer mehr Menschen dem linearen Fernsehen die kalte Schulter zeigen, statt solchen mageren Einschaltquoten zu huldigen? Früher hatten solche Schlagersendungen locker doppelt so hohe Einschaltquoten eingefahren. Ich hab die gestrige Sendung nicht gesehen, aber in diversen Berichten ist zu lesen, dass unter anderem Helene Fischer, Roland Kaiser, Howard Carpendale, Andreas Gabalier und Maite Kelly dabei waren. Es waren also Gäste da, die im Schlagerbereich absolute Superstars sind. Und vor dem Hintergrund, dass da Superstars aufgetreteten sind, kann man meines Erachtens die Einschaltquoten doch nicht allen Ernstes als dermaßen "großartig" darstellen. Dass die Schlagerbooom-Sendungen selbst unter Schlagerfans höchst umstritten sind, weil ja gefühlt immer nur das gleiche Line-Up dort aufritt, brauche ich ja eigentlich gar nicht zu erwähnen. Und falls jetzt jemand mit dem Argument kommt, die Bühnengestaltung sei so aufwendig und revolutionär gestaltet, inklusive Tafeln, wo die Liedtexte laufen, damit die Zuschauer vor Ort problemlos mitsingen können, dem sei gesagt, dass es genau diese Bühnenshows in niederländischen Schlagershows schon seit den 2000er Jahren gibt und das alles eigentlich nur dreist von Silbereisen und seinen Handlangern kopiert worden ist.
      • meldenOndina am 19.10.2026 08:47 via tvforen.de

        Talisman05 schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Seit einigen Jahren frage ich mich, wieso man
        > Florian Silbereisens Sendungen immer wieder
        > "hervorragende" Einschaltquoten und Marktanteile
        > attestiert. Es wird in den Medienportalen
        > regelrecht so getan, als würde er immer noch 7
        > bis 8 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme
        > locken und nicht selten wird in der
        > Berichterstattung so getan, als hätte Florian
        > Silbereisen die gepflegte Abendunterhaltung
        > revolutioniert und überhaupt erst erfunden. Und
        > dann steht im Artikel, dass sich insgesamt 3,87
        > Mio. Zuschauer das Spektakel angetan haben. Ja
        > wow. Mir ist natürlich klar, dass sich die
        > Sehgewohnheiten dank Streaming deutlich verändert
        > haben. Aber sollte man sich da mal nicht die Frage
        > stellen, warum immer mehr Menschen dem linearen
        > Fernsehen die kalte Schulter zeigen, statt solchen
        > mageren Einschaltquoten zu huldigen? Früher
        > hatten solche Schlagersendungen locker doppelt so
        > hohe Einschaltquoten eingefahren. Ich hab die
        > gestrige Sendung nicht gesehen, aber in diversen
        > Berichten ist zu lesen, dass unter anderem Helene
        > Fischer, Roland Kaiser, Howard Carpendale, Andreas
        > Gabalier und Maite Kelly dabei waren. Es waren
        > also Gäste da, die im Schlagerbereich absolute
        > Superstars sind. Und vor dem Hintergrund, dass da
        > Superstars aufgetreteten sind, kann man meines
        > Erachtens die Einschaltquoten doch nicht allen
        > Ernstes als dermaßen "großartig" darstellen.
        > Dass die Schlagerbooom-Sendungen selbst unter
        > Schlagerfans höchst umstritten sind, weil ja
        > gefühlt immer nur das gleiche Line-Up dort
        > aufritt, brauche ich ja eigentlich gar nicht zu
        > erwähnen. Und falls jetzt jemand mit dem Argument
        > kommt, die Bühnengestaltung sei so aufwendig und
        > revolutionär gestaltet, inklusive Tafeln, wo die
        > Liedtexte laufen, damit die Zuschauer vor Ort
        > problemlos mitsingen können, dem sei gesagt, dass
        > es genau diese Bühnenshows in niederländischen
        > Schlagershows schon seit den 2000er Jahren gibt
        > und das alles eigentlich nur dreist von
        > Silbereisen und seinen Handlangern kopiert worden
        > ist.


        Damit ist eigentlich alles gesagt, stimmt in allen punkten.
    • meldenNick799 (geb. 1979) am 18.10.2026 12:49

      Von "9-1-1" liefen keine Wiederholungen, sondern Erstausstrahlungen. Leider war wohl die Konkurrenz so groß, das selbst das keine guten Quoten brachte.
      • meldenRalphiG (geb. 1981) am 18.10.2026 15:17

        steht doch da
      • meldenKazuyaSan (geb. 1985) am 18.10.2026 22:36

        weil keiner sich das anschaut mit werbung -.-
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